Schmucklexikon

Hier entsteht ein kleines Schmucklexikon mit interessanten Informationen und Fakten aus der Welt des Goldschmiede- und Uhrmacherhandwerks. 

 

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Agraffe Gewand- oder Mantelschließe, auch allgemein Spange, Brosche oder Hutschmuck

Ajour - Fassung Durchbrochene Fassung eines Steines, läßt Lichteinfall von unten oder der Seite zu

Anhaenger, auch Schmuckanhaenger

BroschenanhaengerMan unterscheidet folgende Formen:

Broschenanhaenger koennen wahlweise als Brosche oder als Anhaenger getragen werden. Entourageanhaenger mit typischerweise einem großem Edelstein als Blickfang, umgeben von vielen kleinen Steinen. Medaillons, oft aufklappbar und mit einem Foto versehen. Solitaeranhaenger, ein Anhaenger, der von einem einzelnen Stein dominiert wird

Ankerkette Kette aus abwechselnd waagerechten und senkrechten Drahtösen

Anreiben Befestigen eines Steins in seiner Fassung

Anstecknadel Synonym für Brosche

Aquamarin Variante des Minerals Beryll. Die Farbe reicht von einem fast farblosen Blassblau bis zu einem kräftigen Meeresblau. Gilt als Glücksstein der Seeleute.

Arabeske Rankenornament aus Linien und stilisierten Pflanzen.

BroscheArmband Ein meist als Schmuck um den Arm getragenes Band. Das Armband wird oft aus flexiblen Materialen gefertigt und kann sich somit dem Arm anpassen. Werden starre Materialen verwendet, besteht das Armband aus einzelnen Kettengliedern

Armreif  Schmuckstueck fuer den Unterarm, mit Scharnier zum Aufklappen oder in starrer Ausfuehrung

Armschmuck Sammelbegriff für Armband, Armkette, Armreif, Armspange

Armspange Starrer Metallreifen in verschiedenen Breiten und Formen, im Jugendstil und Art Deco oft mit künstlerischen Ausformungen. Meist ohne Verschluß

Art Deco  

Stilbezeichnung für eine französische und internationale Richtung in Design, Kunstgewerbe, Architektur und bildender Kunst der Jahre 1920-1940. Der Begriff Art déco (abgeleitet von frz. l' art décoratif = dekorative Kunst) entstand im Zusammenhang mit der Ausstellung «Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes», die 1925 in Paris stattfand.

Diner Dem Art Deco bereitete der Zweite Weltkrieg in Europa ein jähes Ende; die Stimmung der unmittelbaren Nachkriegszeit war solchem Luxus nicht gemäß. Am ehesten überdauerte der Stil in den USA, vor allem in Hollywood und New York, und floß dort auch in das Design der 50er Jahre mit ein.

In höchster Perfektion schöpften Großprojekte, wie z. B. elegante Ozeanriesen, der New Yorker Radio city music Hall oder der Ballraum im Londoner Park-Lane-Hotel den Art-Deco-Stil in all seinen Möglichkeiten aus.

 

Baguetteschliff Rechteckiger Schliff mit treppenartigen Facetten

Barockperle Unregelmäßig geformte Perle

Basse Taille Emailletechnik aus dem 13 Jahrhundert, bei der in die Edelmetallfläche Vertiefungen geritzt oder gestichelt weren, die dann mit durchscheinendem Emaille gefüllt werden. Da das Licht an der Oberfläche des Edelmetalls reflektiert wird, hängt die Farbsättigung von der Dicke des transluziden Emailles ab. Aufwändige Technik, die Schmuckstücken scheinbare Tiefe verleiht

Biseauschliff Schrägkantiger Schliff

Brillantschliff Schliffform des Diamanten aus 3 Komponenten: dem kegeligen Oberteil mit 32 Facetten plus Tafel, der Rondiste und dem pyramidalen Unterteil mit 24 Facetten. 

Brioletschliff Birnenförmig zugeschliffener Edelstein mit ringsum spitzdreieckigen Facetten

Brisur Ohrringhaken mit Verschluß

Brosche, auch Agraffe, Busennadel, Schmuckspange, Spange, Fibel oder Fibula. Sie besteht typisch aus einem formgebenden Schmuckteil und einem Befestigungsteil (der Broschierung) . Dieser weibliche Brustschmuck entwickelte sich im 15. / 16. Jahrhundert, der Begriff kommt aus dem Französichen broche Spieß, Nadel

Collier SchmetterlingCabochon Schmuckstein mit kuppelförmigen Schliff

Chandeliers Aus dem Französichen für Kerzenleuchter oder Lüster. Auch Bezeichnung für Ohrschmuck, der durch die prächtige Anmutung an Lüster erinnert

Chryselephantinen Skulpturen aus Metall (im strengen Sinne: Gold) und Elfenbein. Beliebte Materialkombination im Art Deco

Coudray, Marie Alexandre Lucien (1864-1932) Französischer Bildhauer und Medailleur, studierte ab 1882 an der Ecole Nationale Superieure des Beaux-Arts in Paris bei Dumont, Thomas, Alluard und Ponscarme

Collier Die Bezeichnung kommt aus dem Französischen und bedeutet Halsschmuck. Oft Bezeichnung für eine Halskette, die im Unterschied zum eng um den Hals gelegten Kropfband auf der Brust aufliegt und mit Steinen, Perlen oder Metallgliedern geschmückt ist. 

Collier de Chien (franz.: Hundehalsband) Kropfband, eng am Hals anliegendes Collier

Double Bezeichnung für eine Technik, bei der auf ein unedles Grundmetall ein dünnes Goldblech aufgeschweißt wird

Edelsteine sind Mineralien, die als Schmucksteine für den persönlichen Gebrauch bearbeitet werden. Sie sind in der Regel besonders farbschön, hart und lichtbrechend. Einige von ihnen sind sehr selten. Diamanten, Tansanite, Rubine, Smaragde, Saphire, Aquamarine und Opale gehören zu den wertvollsten.

Email, auch Emaille Anorganische, glasartige Masse, die bei hohen Temperaturen meist auf Metall aufgeschmolzen wird und mit ihm eine feste, fast unlösbare Verbindung eingeht

Email Champleve , auch Grubenemail. Bedeutende Emailtechnik für die Schmuckherstellung. Aus dem Schmuckmetall werden von Hand Vertiefungen herausgestichelt, in die dann das Email eingeschmolzen wird. Als Unterlage für das Grubenemail sind Gold, Silber und Kupfer sehr geeignet, während z.B. Platin, Bronze  und Eisen Probleme bereiten

Email plique a jour Fensteremail, durchscheinendes Email (Transluzidemail). Beliebte Technik im Jugendstil, sehr aufwendig und schwierig. Muster, die durch Drahtornamente oder ausgesägte Bleche erzeugt wurden, werden solange mit durchsichtigem Email betragen bis diese komplett ausgefüllt sind. Gegen das Licht gehalten, wirkt so ein Email wie ein Fenster. 

Facette Regelmäßige Schlifffläche eines Edelsteins

Fouquet, Georges (1862-1957) Der Pariser Goldschmied Georges Fouquet gehörte zu den bedeutenden Schmuckkünstlern Frankreichs, nicht nur des Art Nouveau, sondern auch des Art Deco. Fouquet übernahm 1895 das Geschäft seines Vaters und arbeitete nach Entwürfen von Alphonse Mucha und Eugène Grasset. Zu seinen bekanntesten Schmuckstücken gehört eine Brosche mit dem Porträt von Sarah Bernhard. Sein Sohn Jean trat 1919 in das Geschäft ein und schuf wundervolle Art Deco Objekte.

Frishmuth, Harriet W. (1880-1980) wurde in Philadelphia geboren. Bereits in jungen Jahren besuchte sie Europa und absolvierte Studien in der Schweiz, Paris und Berlin. Nach der Rückkehr nach New York nahm sie Unterricht bei Gutzen Borglum (dem späteren Schöpfer des Mount Rushmore Monuments). In 1910 gewann sie den begehrten St. Gaudens Award und zog schließlich 1913 in ihr späteres Studio in Sniffen Court (152 East 36th Street), wo sie ihre bekanntesten Werke schuf.

Fuchs, Ernst lebt und arbeitet in Monte Carlo. Geboren im Jahre 1930 findet Fuchs 1945 Aufnahme in der Akademie der Bildenden Künste am Schillerplatz in Wien. Studium bis 1950 unter Professor Albert Paris von Gütersloh. Von 1950 bis 1962 lebt und arbeitet Fuchs in Paris, kehrt dann nach Wien zurück, wo er 4 Jahre später zum Professor berufen wird. Fuchs gilt als Hauptvertreter des Wiener Schule des Phantastischen Realismus.

Gaillard, Lucien (1861-1933) Pariser Juwelier und Emailkünstler (vorwiegend "Plique a Jour" - Fensteremail) der Jugendstilperiode, seine Werke zeigen Einflüsse von Rene Lalique

Gemme Typischerweise Chalzedone und Karneole mit eingeschnittenen Bildern oder Schriftzeichen

Girandole Ohrschmuck, bestehend aus einem Zierstück und drei tropfenförmigen Anhängern

Glaspaste, Glasfluß Bleireiches Glas zur Imitation oft farbiger, facettierter oder mugelig geschliffener Edelsteine 

Halskette Bereits in der Altsteinzeit wurde Halsschmuck getragen, belegt durch den Fund einer Halskette datiert auf das Jahr 23.000 v.Chr. Die Halskette war im Lauf der Zeit vielen Veränderungen unterworfen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Halskette zum dekorativen Element ästhetischer Empfindung in Form organischer Jugendstilschöpfungen oder Kreationen im strengen Stil des Art Deco

Hoffmann, Josef (1870 - 1956)

Josef Hoffmann

Studium in Wien bei Carl Freiherr von Hasenauer und Otto Wagner. Mit mehreren Gleichgesinnten gründete er 1897 eine Vereinigung bildender Künstler, die Sezession. Bereits ein Jahr später wurde er als Professor an die Kunstgewerbeschule berufen. Gründung der Wiener Werkstätten im Mai 1903 gemeinsam mit Kolo Moser und dem Industriellen Wärndorfer. Die Einfachheit der Form und die geometrische Abstraktion prägten das frühe Schaffen Hoffmanns. Seine zunächst kubistisch-abstrakten Gestaltungen schwächten sich in den Folgejahren zu gemäßigten Formen ab. Hoffmann griff später wieder auf klassizistische Stilelemente zurück und nahm Merkmale des Art Déco vorweg. (Bildquelle: Wikimedia Commons)

 

Horner, Charles (1837 - 1896) Englischer Schmuckhersteller, Gründer der gleichnamigen Schmuckwarenmanufaktur in Halifax, West Yorkshire.

Idar-Oberstein Die Ketten- und Bijouteriewarenfabrik Jakob Bengel wurde 1873 in Idar-Oberstein gegründet. In den 1920er und 1930er Jahren wurde Jakob Bengel zu einem der führenden Hersteller von Art Deco Schmuck in Deutschland

Inkrustation Verzierung von Flächen durch Einlagen verschiedener Materialien  

Jugendstil Stilrichtung in Kunst und Kunstgewerbe zwischen 1890 und 1914, in Frankreich unter dem Begriff "Art Nouveau", in England unter "Modern Style", in Oesterreich unter "Secessionstil" und in Spanien unter "Modernismo" bekannt. 

Die deutsche Bezeichnung «Jugendstil» leitet sich von der deutschen Kunstzeitschrift «Jugend» ab, die von 1896 bis 1920 in München erschien, der französische Begriff Art Nouveau von der gleichnamigen Galerie des Kunsthändlers Salomon Bing in Paris. An der Popularität des Jugendstil waren diverse neu gegründete Kunstzeitschriften beteiligt: «Revue Blanche» (1891-1903, Paris), «The Studio» (ab 1893, London), «Pan» (1895-1900, Berlin), «Jugend» (1896-1920, München) oder «Simplicissimus» (ab 1896, München).

Als wichtige Maler des Jugendstil gelten beispielsweise Pierre Bonnard oder Maurice Denis. In der Plakatkunst sind die berühmten Arbeiten von Henry de Toulouse-Lautrec und Alfons Mucha zu nennen, darüber hinaus die Buchkunst Melchior Lechters und die Typografie Otto Eckmanns. Zu den bekanntesten Werken des Kunstgewerbes rechnen die floralen Glasvasen und Lampen des Amerikaners Louis Comfort Tiffany. Im Bereich des Interior Designs zählt das Treppenhaus des Hôtel Solvay in Brüssel (1895-1900) von Victor Horta zu den herausragenden Beispielen.

Juwel ist eine aus dem Französischen kommende Bezeichnung für wertvollen Schmuck. Das können Schmuckstücke mit gefassten Edelsteinen sein, aber auch ungefasste, geschliffene Edelsteine.

 

Kalotte Halbkugeliges oder trichterförmiges Endstück einer Kette zur Fassung von Schnüren

Kameo Halbedelstein mit erhabener bildlicher Darstellung aus verschiedenen Farbschichten

Knox, Archibald (1864-1933) Studium an der Douglas School of Arts, verwendete für die Gestaltung keltische Motive, Flechtmuster, Kreuze und Knoten. 1911 gründete er mit einer Reihe weiterer Künstler die "Knox Guild of Crafts and Designs", die bis 1939 existiert.

Korallenschwamm (melithaea ochracea) Korallenart aus dem Südlichen Chinesischen Meer, aus Gewässern nahe Taiwan und entlang der Küsten Indonesiens. Weitverbreitete Korallenart, hat trotz des Namens nichts mit Schwämmen gemein, beliebter Schmuckstein (nicht geschützt), rauhe oder polierte Oberfläche

Lalique, Rene (Jules) (1860-1945)

Rene Lalique

Führender französischer Designer und Hersteller von Schmuck und Glasobjekten im Jugendstil. Lalique, der im Laufe seines Arbeitslebens neue Arbeitstechniken und sehr eigenständige Entwürfe geschaffen hat, begann seine Lehrzeit im Alter von 16 Jahren bei dem Pariser Silberschmied und Juwelier Louis Aucoq. Nach dem Besuch von Kunstschulen in Paris und London schuf er Entwürfe für die führenden Schmuckhäuser in Paris wie Cartier, Boucheron und Aucoq. Für seine Schmuckstücke kombinierte er oft Gold, Edelsteine und Email, sein bevorzugtes Motiv war der weibliche Körper, oft mit Engels- oder Libellenflügeln. (Bildquelle: Wikimedia Commons)

Legierung ist eine Mischung zweier oder mehrerer Metalle

Liberty & Co. Kauf- und Handelshaus gegründet 1875 als "East India House". Nach einer Phase des Handels mit orientalischen Stoffen und Kunsthandwerk brachte die Firma im Jahre 1899 eine eigene Schmuckhandelsmarke "Cymric" auf den Markt, die aufgrund ihrer weiten Verbreitung wesentlich den englischen Jugendstil prägte

Mackintosh, Charles Rennie (1868 - 1928)

Mackintosh

Schottischer Architekt, Innenarchitekt, Kunsthandwerker, Graphiker und Maler. Gilt als Wegbereiter des Rationalismus. Einer der Hauptvertreter des Jugendstils, der vor allem mit seinen Entwürfen für Gebäude, Textilien und Möbel wegweisend war.

Zu seinen Hauptwerken gehören die Cranston Teestuben in Glasgow, das Hill House in Helensburgh und die Glasgow School of Arts (Bildquelle: Wikimedia Commons).

Wie seine Zeitgenossen war auch er vom Symbolismus und der japanischen Formensprache inspiriert und entwickelte daraus seinen ganz eigenen, unvergleichlichen linearen Stil.

War mit Margaret Macdonald, einer ebenfalls berühmten schottischen Graphikerin und Möbeldesignerin, verheiratet.

Malachit Gehört zur Klasse der wasserfreien Carbonate mit fremden Anionen. Grünliche Färbung von blassgrün bis dunkelgrün

Moser, Koloman (1868 -1918)

Koloman Moser

Studium an der Wiener Akademie und an der Wiener Kunstgewerbeschule, Gründungsmitglied der Wiener Secession, ab 1899 Lehrer an der Wiener Kunstgewerbeschule. Gründete 1903 mit Josef Hoffmann die Wiener Werkstätte und übernahm mit diesem deren künstlerische Leitung. Mitarbeit an den Zeitschriften "Ver Sacrum", "Hohe Warte" und "Der liebe Augustin".

Er wurde von dem in der Wiener Secession ausstellenden schottischen Künstlerpaar Charles Rennie Mackintosh und Margaret MacDonald Mackintosh und der englischen Arts & Crafts-Bewegung beeinflusst.(Bildquelle: Wikimedia Commons)

 

Mucha, Alphonse Marie (1860-1939)

MuchaMucha war ein tschechischer Plakatkünstler, Graphiker, Illustrator , Maler und Kunstgewerbler, der als einer der herausragenden Repräsentanten des Jugendstils gilt. Er arbeitete in Paris, Berlin und Prag, seine Entwürfe zeigten oft Frauen mit wehenden Haaren. Sein bekanntestes Werk ist der Schlangenschmuck Kleopatra, den er für Sarah Bernhardt entworfen hat (Bildquelle: Wikimedia Commons).

Wie kaum ein anderer Künstler des Jugendstils arbeitete Mucha in verschiedenen Kunstgattungen. Er widmete sich ehrgeizigen Malereiobjekten und schuf bedeutende Zeichnungen fernab jeder dekorativen Formensprache. Seine Werke visualisierten oft religiöse Themen oder Themen aus dunklen Kapiteln der Menschheitsgeschichte. Zu seinem bedeutendsten Werken zählt das sogenannte "Slawische Epos", ein Zyklus mit 20 großformatigen Darstellungen zur Geschichte der Slawen. Als Geschenk für die Stadt Prag konzipiert, befindet es sich derzeit in einem Schloß in Muravski Krumlov unweit von Wien

 

Mugeln Rundschleifen eines Edelsteins zu einem Chabochon. Diese Technik war vor allem im Mittelalter verbreitet bevor sie im Jugendstil wiederentdeckt wurde.

Muschelschnitt Kameen aus den Schalen von Muscheln

Nitsch, Hermann Österreichischer Aktionskünstler und Maler, geboren 1937 in Wien. Bekannt für provokative Aktionen, bei denen es um das intensive sinnliche Erleben verschiedenster Substanzen und Flüssigkeiten geht. Seine Aktionen führten zu häufigen Konfrontationen mit der Staatsgewalt und brachten ihm mehrere Gefängnisaufenthalte ein. Seit 2004 hat der Künstler eine Gastprofessur an der Universität Wien am Institut für Theaterwissenschaften.

Navetteschliff Zweispitzschliff, auch Schiffchen genannt

Ohrclip Ohrring, der auch für nicht durchstochene Ohrläppchen geeignet ist. Der Ohrclip funktioniert wie ein Gelenk und befestigt den Ohrring am Ohrläppchen.

Ohrclipschutzkissen Kunststoff- oder Gummiüberzug für den Ohrclip, der den Druck auf das Ohrläppchen abfedert.

Ohrhaken Haken eines Ohrrings, der durch das durchstochene Ohrläppchen geführt wird. Dieser Verschluss findet sich für gewöhnlich bei Ohrhängern.

Ohrhänger Ohrring mit einem am Ohrläppchen herabhängenden Teil.

Ohrmutter Ohrringverschluss, der auf der Rückseite über den Stecker des Ohrrings passt und ihn so am Ohrläppchen befestigt. 

Opak Undurchsichtig, meist jedoch für mehr oder weniger durchscheinend

Ohrringe Sammelbegriff für am Ohr getragenen Schmuck

Ohrstecker Ohrring für durchstochene Ohrläppchen. Einfache Befestigung und gute Haltbarkeit, kann auch beim Sport getragen werden.

Peche, Dagobert (1887-1923) Oesterreichischer Künstler, Mitglied der Wiener Werkstaette, gilt als der "Meister des Ornaments". Erfährt derzeit große Aufmerksamkeit, Ausstellungen in der Neuen Galerie in New York und im Museum für Angewandte Kunst in Wien.

Peridot Edelstein mit leicht golden angehauchter grüner Farbe. Wurde bereits um 2000 v.Chr. in Ägypten zur Schmuckherstellung verwendet.

Perlmutt Stark irisierende Schicht im Innern von Muschel- und Seeschneckenschalen. Auf Grund seiner guten Verarbeitbarkeit beliebter Schmuckwerkstoff im Art Nouveau.

Prutscher, Otto (1880-1949) Österreichischer Architekt und Kunsthandwerker, Mitglied der Wiener Werkstaette

Quarz in reiner Form farblos, wird durch Fremdionen und Bestrahlung oder durch Einschlüsse gefärbt

Rauchquarz durch natürliche oder künstliche Gammastrahlen graubraun bis schwarz gefärbter Quarz

Serigraphie (Serigrafie) Andere Bezeichnung für Siebdruck. Aufwändiges Verfahren, das aber große Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Basiert auf alten asiatischen Techniken, in Europa erst seit etwa 1900 verbreitet.

Silber Chemische Element mit dem Elementsymbol Ag und der Ordnungszahl 47. Im Altertum wurde das Edelmetall auf Grund seiner Seltenheit und Wertbestaendigkeit zur Herstellung von Muenzen verwendet. Silber ist neben Gold und Edelsteinen das wichtigste Material zur Schmuckherstellung.

Sterlingsilber Silberlegierung mit einem Feingehalt von 925 Tausendstel Teile Silber. Benannt nach der britischen Währung Pfund Sterling ist es heute die wichtigste Silberlegierung zur Herstellung von Münzen und Schmuck

Talmi Messinglegierung aus etwa 90% Kupfer und 10% Zink. Auf Grund des goldähnlichen Aussehens oft zu billigem Schmuck verarbeitet.

Transluzidemail siehe Email plique a jour

Unze Eine Unze entspricht 28,3495231 Gramm. Der Name leitet sich von lat. Uncia = ein Zwölftel ab und ist eine nicht metrische Maßeinheit der Masse.

Vever, Maison Im Jahre 1821 gründete Paul Vever eine Schmuckwerkstätte, die zu einem der führenden Schmuckhäuser in Paris wurde. Sein Sohn Ernest trat 1848 in die Firma ein und erwarb 1850 das Schmuckhaus Marret et Baugrand, das vor allem durch Art Nouveau Arbeiten im Stile Rene Laliques bekannt war. Die Firma gewann viele Auszeichnungen auf Internationalen Messen.

Die Wiener Werkstätte Die Wiener Werkstätte war eine Produktionsgemeinschaft bildender Künstler. Sie wurde im Jahre 1903 von den Gründungsmitgliedern Josef Hoffmann, Kolomann Moser und dem Industriellen Fritz Wärndorfer als Mäzen gegründet. Die Wiener Werkstätte vereinte die schönen und angewandten Künste zu einem vollkommen neuen Blick auf das Leben. Neben Möbeln und ganzen Einrichtungen wurden Schmuck, Silber, Keramik, Gläser und Lederarbeiten, schließlich sogar Kleidungsstücke entworfen und hergestellt. Die Objekte die daraus entstanden, vereinigten klassische Eleganz mit Funktionalität. Den Künstlern der Wiener Werkstätte war kein Gebrauchsgegenstand zu banal, keine architektonische Herausforderung zu komplex. Sie experimentierten mit allen denkbaren Materialien von Gold und Edelsteinen bis hin zu Glasperlen und Pappmache. Zeitweise waren die Künstler der Wiener Werkstätte so erfolgreich, dass Verkaufstellen in New York, Berlin und Zürich eingerichtet wurden. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise kam es zum Einbruch der Verkaufszahlen, da die Zielgruppe, das Bürgertum, verarmte und schließlich 1932 zum Bankrott.

 

 

 

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